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Triebsterben an Mammutbäumen

Der Amerikanische Mammutbaum, Sequiadendron giganteum, wurde erstmals 1855 bei uns angepflanzt und ziert bis heute zahlreiche Gärten und Parkanlagen. Der Mammutbaum galt bisher als relativ resistent gegenüber schwerwiegenden Krankheiten und Schäden. Aufgrund seines tanninreichen Kernholzes ist das Holz sehr fäuleresistent. Vereinzelte Baumexemplare in Nordamerika, weisen ein Alter von über 3000 Jahre auf.

In letzter Zeit konnte man jedoch deutliche Ausprägungen von Triebschäden an den Ästen und Zweigen beobachten. Verursacht wird dieses Triebsterben durch den Schlauchpilz Botryosphaeria dothidea, der als Schwächeparasit die verminderte Vitalität seines Wirtes ausnutzt. Als wesentlicher Erkrankungsfaktor der Mammutbäume hat der trockene Sommer 2003 viele Bäume in Trockenstress gebracht und die Vitalität geschwächt.

Besiedlung

Die Besiedlung erfolgt mittels Pilzsporen. Rindenwunden ermöglichendem leichten Zutritt zum Gewebe. Neuere Hinweise zeigen, dass der Pilz in der Lage ist, geschwächte Bäumrinde (z.B. durch Wassermangel) natürlich zu besiedeln.

 

Schadbild

Die befallenen Äste verbräunen von der Spitze her. Es kommt zum sog. Triebsterben (rotbraune, abgestorbene Triebspitzen an den Ast- und Zweigenden). Kann der Baum den Pilz abwehren, sterben im weiteren Verlauf die befallenen Äste ab. Das führt zum Ausfall einzelner Äste und mit der Zeit entstehen Löcher in der Krone. Kann der Baum das Vordringen des Pilzes nicht abwehren, dringt er in den Stamm ein und löst dort Rindennekrosen aus. Je nach Schwächung des Baumes kann es zum Absterben der befallenen Baumes führen.

 

Die Triebschäden, hervorgerufen durch den Pilz Botryosphaeria dothidea, können von Trockenschäden unterschieden werden.

Empfehlungen

Es besteht die Möglichkeit, den Infektionsdruck des Nadelpilzes durch Abschneiden der befallenen Äste und Zweige zu reduzieren. Die Entnahme der verbräunten Zweige in der gesamten Baumkrone verringert den Befallsdruck des Schwächepilzes und verhindert das Vordringen des Pilzes zum Stamm hin. Besonders wenn noch andere Faktoren wie z. B. Trockenstress auftreten, verbessert das Ausschneiden der pilzbefallenen Zweig- und Astpartien die Baumvitalität. Das anfallende Material muss fachgerecht entsorgt werden. Abbildung unten: vor und nach dem Ausschneiden: deutlich sind die verbräunten Astpartien am rechten Mammutbaum erkennbar; der linke Mammutbaum ist bereits gereinigt bzw. ausgeschnitten worden.